Fahrradwerkstatt

Die Fahrradwerkstatt im Meerbaum- Haus – Eindrücke vom Sommer 2016

Regelmäßig am Donnerstagabend schrauben wir im Meerbaum-Haus an Fahrrädern - mal an eigenen, mal an fremden, in der Regel unter Beteiligung der Eigentümer. Es ist eben eine Selbsthilfewerkstatt. In der Verantwortung sind wir maximal zu fünft: Uwe, Hannes, Holger, Eck und ich (Gunnar), aber nur selten sind wir vollzählig versammelt. Uwe ist die tragende Säule unseres Angebotes. Kompetent und regelmäßig ist er anwesend, und nur wenn ihm der Himmel auf den Kopf fällt, kommt er nicht. 
Seit ein paar Wochen findet unser Angebot neuen Zuspruch. Normalerweise schrauben drei bis fünf Menschen an ihren Drahteseln. Gegenwärtig bauen sich Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan Räder auf. Die Verständigung ist nicht einfach, die Betreuung in dieser Anzahl (bis zu 20 Menschen) anspruchsvoll, manchmal überfordernd. Aber die Freude darüber, wenn Esra mit ihrem neuen Rad in halsbrecherischem Tempo durch den Garten fegt, ist Lohn genug für diesen Stress. Ich erkenne mal wieder, wie wichtig ein Fahrrad sein kann. Nach dem Feuer ist das Fahrrad die zweit wichtigste Erfindung, meine ich. Die Reichweite vervielfacht sich, die Anstrengung der Fortbewegung mindert sich. Daher freue ich mich über jeden/jede, der/die nach einem manchmal chaotischen Schrauber-Abend auf einem Rad davon fahren kann. Halleluja!
Gunnar Demuth 
Share by: